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Kid aktuell

Öffentliches Gespräch mit Doris Wagner

«Es gibt Fälle von Menschen, die sich umgebracht haben. Es gibt Fälle von Menschen, die ihr Leben lang psychisch krank sind. Es gibt Fälle von Menschen, die aus so einem Missbrauchssystem gar nicht mehr herauskommen.» (Doris Wagner, verheiratete Reisinger)


Im Anschluss an die Kundgebung «Zeichen gegen Missbrauch» um 12.05 Uhr auf dem Helvetiaplatz Bern laden wir ein zu einem öffentlichen Gespräch mit Doris Wagner, die als ehemalige Ordensfrau von verschiedenen Formen des Missbrauchs betroffen war, und mit Pfarrer Nicolas Betticher:

Samstag 29. Juni 2019, 14.30-16.00 Uhr
Pfarrei Bruder Klaus Bern

Segantinistrasse 26A, 3006 Bern, Tram 7 bis Burgernziel

Moderation: Angela Büchel Sladkovic, Kirche im Dialog

Alle Interessierten sind zu dem Gespräch und der Kundgebung herzlich eingeladen.

Herzliche Grüsse

Kirche im Dialog
Angela Büchel Sladkovic, Jonathan Gardy, Angelina Güntensperger, Miriam Helfenstein, Irene Neubauer (offene kirche bern) und André Flury

Doris Wagner

Doris Wagner (verheiratet Reisinger), geb. 1983, ist studierte Theologin und promovierte Philosophin.

Nach dem Abitur gehörte sie acht Jahre lang der «Geistlichen Familie Das Werk» an. In dieser Zeit erlitt sie verschiedene Formen von Missbrauch.

Ihre Erfahrungen hat sie in dem vielbeachteten Buch «Nicht mehr ich. Die wahre Geschichte einer jungen Ordensfrau» festgehalten.

Seit 2017 wirbt sie in zahlreichen Vorträgen zum Thema vor Verantwortlichen und Seelsorger*innen um ein neues Bewusstsein für das Phänomen geistlichen Missbrauchs in der Kirche.

Im Dokumentarfilm #Female Pleasure, der 2018 in die Kinos kam, war Doris Wagner die christliche Protagonistin. Der Film zeigt fünf Frauen aus verschiedenen kulturellen und religiösen Kontexten, die sich gegen Unterdrückung und für eine selbstbestimmte Weiblichkeit einsetzen.  

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Nicolas Betticher 

Nicolas Betticher ist Pfarrer der Pfarrei Bruder Klaus in Bern und Offizial des interdiözesanen kirchlichen Gerichtes. Er hat in Theologie und Kirchenrecht promoviert.

Im Bistum Lausanne-Genf-Freiburg musste er sich als ehemaliger Offizial und dann als Generalvikar ab 2008 intensiv mit dem Thema sexuelle Gewalt von Priestern und Ordensleuten auseinandersetzen.

Nicolas Betticher unterstützt alle Massnahmen, die alle Arten von Missbrauch in der Kirche verhindern können und müssen.


Zeichen gegen Missbrauch

Nationale Kundgebung für Veränderung in der röm.-katholischen Kirche

Das Aktionsbündnis «Zeichen gegen Missbrauch», das aus  Theolog*innen der Katholischen Kirche im Kanton Zürich besteht, ruft auf zu einer nationalen Kundgebung in Bern.

Samstag, 29. Juni 2019, 12.05 Uhr
Helvetiaplatz, 3005 Bern

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Nicht mehr ich

Die wahre Geschiche einer jungen Ordensfrau

Doris Wagner sucht voller Glauben das Leben mit Gott und tritt mit 19 in ein Kloster ein. Selbst bei den einfachsten Aufgaben erlebt sie das pure Glück.

Doch es dauert nicht lange, bis sie feststellen muss, dass die Schwestern und Priester systematisch strengste Kontrolle ausüben und absoluten Gehorsam fordern. Sie zensieren ihre Briefe, verweigern Doris Wagner, ihre Familie zu besuchen. Als sie von einem Priester vergewaltigt wird, droht sie zu zerbrechen und verliert jeden Lebensmut.

Erst durch die Unterstützung eines guten Freundes findet sie langsam die Kraft, den Orden zu verlassen.


Spiritueller Missbrauch
in der katholischen Kirche

Doris Wagner schildert erstmals ausführlich die unterschiedlichen Facetten des Phänomens manipulativer Seelenführung im Bereich der katholischen Kirche und verdeutlicht diese durch eine Vielzahl realer Fallbeispiele. Dabei thematisiert sie auch die tieferen Ursachen für diese Art des Missbrauchs.

Ihr aufrüttelnder Weckruf macht deutlich, dass die katholische Kirche das Phänomen nicht länger ignorieren kann. Gerade auch im Zusammenhang mit der Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs gilt es vielmehr, den Blick hierfür zu schärfen.

Doris Wagner nimmt die Perspektive der Betroffenen ein und versucht die spirituelle Dynamik zu begreifen, die hinter den Geschichten und dem Leid der Opfer steht. Sie bietet damit eine allgemeinverständliche Diskussionsgrundlage für die Auseinandersetzung mit spirituellem Missbrauch in der katholischen Kirche.

Indem sie versucht, möglichst anschaulich zu beschreiben, was passiert, wenn Menschen in der Kirche geistlichen Missbrauch erleben, und indem sie konkrete Fälle darstellt, will sie Betroffenen und kirchlichen Verantwortlichen die Problematik bewusst machen.





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Kirche im Dialog, Mittelstrasse 6a, 3012 Bern, Schweiz, 031 300 33 40, kircheimdialog@kathbern.ch / www.kircheimdialog.ch